Fehlende Kommunikation unter den Teammitgliedern eines Projektes führt dazu, dass diese nur nebeneinander ‚herarbeiten‘, und somit das Team nicht sein volles Potential ausschöpfen kann. Auf der einen Seite kann fehlende Kommunikation zu sinkender Motivation und geringerer Selbstverpflichtung führen. Auf der anderen Seite kann mit Hilfe von entsprechenden Kommunikationsmethoden Vertrauen und Respekt innerhalb des Teams aufgebaut, die Motivation gestärkt und somit die Leistungsfähigkeit gesteigert werden.

Mit den folgenden sieben Voraussetzungen kann die Kommunikation im Team verbessert und gepflegt werden – so steht dem Teamerfolg nichts mehr im Wege!

1. Respekt voreinander haben
Um ein gutes Arbeitsklima zu gewährleisten, ist es essentiell, dass die verschiedenen Teammitglieder einander Respekt zollen und Wertschätzung zeigen. Mit der goldenen Regel als Leitfaden (“Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.”), ist bereits ein wichtiger Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Projekt gelegt. Andere Teammitglieder zu respektieren bedeutet manchmal auch ehrlich zu sein, anstatt in das Muster des Beschönigens schlechter Nachrichten zu verfallen.

2. aktiv zuhören
Oft neigt man dazu sich bereits die Antwort zu überlegen, bevor die andere Person fertig gesprochen oder erzählt hat. Dies führt dazu, dass wichtige Details und Informationen nicht mehr aktiv wahrgenommen bzw. verarbeitet werden. Darum ist es besonders wichtig aktiv zuzuhören, und sich zu bemühen das Anliegen des anderen Teammitglieds verstehen zu wollen.

Besonders nach wichtigen Besprechungen empfiehlt es sich das Verstandene in eigenen Worten zu wiederholen. Man sollte jedoch darauf achten, die Ich-Form zu verwenden (z.B.: Ich habe verstanden, dass du…) anstatt der Du-Form, da diese oft anklagend verstanden werden kann (z.B.: Du hast gesagt, dass du…). Indem man nachfragt (z.B.: Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe. Hast du … gemeint?) symbolisiert man Interesse der anderen Person gegenüber und kann gleichzeitig einige Missverständnisse im Projektalltag vermeiden.

3. Empathie zeigen
Damit Kommunikation zwischen Teammitgliedern für eine längere Zeit erfolgreich sein kann, ist es wichtig Empathie zu zeigen und sowohl auf Bedürfnisse, als auch Wünsche einzugehen. Die anderen Projektbeteiligten fühlen sich somit verstanden und respektiert. Dadurch wird die Beziehung zwischen den Mitarbeitern gestärkt, was auch Einfluss auf die Motivation hat. Mit Hilfe von Humor kann Menschlichkeit gut übermittelt werden, denn wenn der Projektpartner nach einer E-Mail, Grape-Nachricht oder Besprechung ein Lächeln auf den Lippen hat, können die Kommunikationsziele besser erreicht werden.

zwei Geschäftspartner besprechen wie sie die kommunikation im team verbessern und pflegen können mit hilfe von grape, dem sicheren Instant Messenger für Unternehmen und Behörden
Bildnachweis: crazyfotostocker/Shutterstock

4. empfängergerecht kommunizieren
Logisch-denkende Projektteammitglieder, die auf Fakten Wert legen, sind womöglich mit emotionalen Argumenten nicht so leicht zu überzeugen, als Beteiligte, die sehr gut auf kreative Inhalte reagieren. Deshalb sollte man je nach Empfänger der Nachricht oder Gesprächspartner, die Art der Kommunikation adaptieren um das Potential auszuschöpfen. Außerdem ist es wichtig, die Informationen präzise zu übermitteln, damit der Gesprächspartner/Nachrichtenempfänger nicht gelangweilt bzw. mit Details überflutet wird und deutlich ist, was wirklich ist. Deswegen: KISS – keep it short and simple!

5. gemeinsame Ziele setzen
Da Aufgaben besser umgesetzt werden, wenn der Sinn verstanden wird, ist es besonders wichtig gemeinsame Ziele für das Projekt zu setzen. Diese sollten idealerweise SMART formuliert werden. SMART steht für:

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Attraktiv
  • Realistisch
  • Terminiert

Das Bestreben sollte so präzise und spezifisch wie möglich definiert werden, damit jedes Teammitglied eindeutig weiß was von einem verlangt wird. Um am Ende des Projekts festzustellen, ob es erfolgreich war, ist es nötig messbare Indikatoren bereits am Anfang zu definieren. Das Ziel sollte attraktiv und aktionsorientiert verbalisiert werden, damit die Mitarbeiter motiviert ans Projekt herangehen. Ein gewisses Anspruchsniveau für die definierten Ziele ist wichtig, jedoch sollten sie sowohl realistisch als auch erreichbar sein. Zu smarten Zielen gehören außerdem immer eine festgelegte Dauer bzw. Abgabe für die nächsten Milestones und Enddaten des Projekts.

6. Feedback geben
Studien haben ergeben, dass über 50% der Befragten sich mehr Feedback von ihren Vorgesetzten und Kollegen wünschen würden. Die Feedbackkultur in einem Unternehmen ist ausschlaggebend für die Zufriedenheit der Mitarbeiter, denn nach konstruktivem Feedback fühlen sie sich wertgeschätzt. Es sollte besonderen Wert darauf gelegt werden, dass man bei der Rückkopplung dem anderen Teammitglied nicht vor den Kopf stößt. Persönliche Kritik, sowie Urteile haben in einer guten Teamkommunikation keinen Platz, und falls Konflikte auftreten, sollte offen darüber gesprochen werden.

7. auf den Ton zwischen den Zeilen achten
Die Wirkung eines Satzes hängt nicht nur vom Inhalt ab. “Das war doch eindeutig, was ich damit sagen will” – das hat sich wohl schon jeder gedacht und sich darüber geärgert, wieso sein Teammitglied etwas anderes aufgefasst hat. Mit dem Modell der vier Seiten kann man dieses Phänomen besser erklären. Eine Nachricht kann auf verschiedenen Ebenen etwas anderes aussagen bzw. dem Empfänger Raum zur Interpretation erlauben. Es gibt die Sach-, Selbstoffenbarungs-, Beziehungs- und Appellebene die gleichzeitig bei einer Botschaft eine Rolle spielen.

Die Sachebene informiert über den reinen Inhalt der Nachricht, wie z.B. Daten, Fakten und Zahlen. Die Selbstoffenbarungsebene gibt mehr vom Sender preis, auch wenn es ihm nicht wissentlich bekannt ist. Positive und negative Emotionen, bewusste und unbewusste Motive schwingen mit und können einen Einfluss auf den Empfänger haben. Wie die zwei Kommunizierenden zueinander stehen und was der Sender vom Empfänger hält, wird über die Beziehungsebene transportiert. Hier spielt die Körpersprache eine besonders große Rolle. Die Appellebene beschäftigt sich mit der Nachricht, was der Sender vom Empfänger erwartet. Hier kann es öfter vorkommen, dass der Empfänger selber auf den Appell schließt, was dazu führen kann, dass die Intention vom Sender und die Interpretation vom Empfänger nicht übereinstimmen.

Wenn diese sieben Vorraussetzungen im Unternehmen verinnerlicht werden, kann nachhaltig die Kommunikation im Team gepflegt und verbessert werden.

Mariana Jörg

Written by Mariana Jörg

Mariana creates not only content for Grape, but she's also a Masters student in the field of International Management. Her field of expertise is social media – especially enterprise messengers ;)

Zurück zum Blog